Das Anliegen

Frankfurt braucht auch in Zukunft ein leistungsfähiges ÖPNV-Netz. Das aktuelle System mit S-Bahn, U-Bahn/Stadtbahn, Straßenbahn und Bus ist hierfür eine gute Wahl. Allerdings muss ein solches System gepflegt und immer wieder dem Bedarf entsprechend erweitert und anpasst werden. Hierbei sollte jedes Verkehrsmittel dort eingesetzt werden, wo es seine Stärken am Besten ausnutzen kann.

In Frankfurt gibt es allerdings auch genau gegensätzliche Pläne:

Ein Gutachten untersucht, ob es möglich ist, die hochfrequentierte Stadtbahnlinie U5 in eine Straßenbahn umzuwandeln. Statt die Kapazität dieser stark genutzten Linie zukunftssicher auszubauen - schließlich ist seit Jahren eine Verlängerung zum Frankfurter Berg in Planung - würde dies die Linie dauerhaft auf Züge aus maximal zwei Wagen beschränken.

Noch schwerer als die Kapazitätsfrage wiegt allerdings, dass dabei die Linie, wie schon bis 1999, wieder zur Konstablerwache verkürzt und damit die Direktverbindung aus dem Nordosten zum Römer, Willy-Brandt-Platz (U1, U2, U3) und Hauptbahnhof abgeschaff würde. Die Fahrgäste würden zum zusätzlichen Umsteigen gezwungen, stadtauswärts wäre dafür sogar der Wechsel zum anderen Bahnsteig notwendig, der entweder Treppensteigen oder langwieriges, zweifaches Aufzugfahren bedeutet. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste würde damit die Preungesheimer Linie auch in Zukunft nicht sonderlich attraktiv. Dabei wäre doch eher die Schaffung neuer Verbindungen und die Erleichterung der Nutzung ein sinnvoller Schritt in die Zukunft.

Die Verkürzung zur Konstablerwache würde auch dazu führen, dass die Züge der U5, die in der Hauptverkehrszeit immerhin im knappen 5-Minuten-Takt fahren, an der Konstablerwache über ein mehrere hundert Meter langes eingleisiges Stück fahren und dort einen kompletten Fahrgast- und Fahrtrichtungswechsel durchführen müssen. Wer den Zustand im Mischverkehr auf der unteren Eckenheimer Landstraße nur annähernd kennt, kann sich vorstellen, wie schnell sich bei nur 5 Minuten Abstand die Züge vor dem Tunnel stauen werden und zusätzlich zum Umsteigezwang noch Verspätungen die Regel würden.

Für den Erhalt der U5 im Stadtbahnnetz liegen mehrere Varianten auf dem Tisch: Ein Tunnel zwischen der Nationalbibliothek und der Konstablerwache, Bahnsteige in Mittellage nach der Planung des Magistrats und die von uns entwickelte Lösung mit Trogstationen.

In der Ausschusssitzung am 28.10.2008 hat nunmehr der Verkehrsausschuss der Stadt Frankfurt parteiübergreifend beschlossen, unsere Lösungsansätze im Rahmen des laufenden Gutachtens zum Thema U5 als Alternative zur gekappten Niederflurstraßenbahn sowie den Mittelhochbahnsteigen auf technische und rechtliche Machbarkeit zu prüfen. Wir danken den Mitgliedern des Verkehrsausschusses und dem Verkehrsdezernenten Lutz Sikorski mit seinem Dezernat für ihre Offenheit gegenüber unserem Vorschlag und freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit auf Basis unserer Pläne.

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die U5 mit ihrer guten Verbindung auch zum Hauptbahnhof und zukünftig ins Europaviertel als kapazitätsstarke Linie erhalten bleiben soll, tragen Sie sich bitte auch weiterhin als Unterstützer(in) der Initiative "Rettet die U5" in unsere Liste ein. Sollten Sie eine eigene Website haben, können Sie diese Seite auch gern verlinken.

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