Die Knackpunkte

Die Planung der Stationen fand über mehrere Monate hinweg statt. Dabei wurden immer wieder schwierige Fragestellungen aufgeworfen und berücksichtigt. Vielleicht stellen auch Sie sich Fragen zu Aspekten, die Ihnen besonders schwierig erscheinen. Eine Übersicht der bisher aufgeworfenen "Knackpunkte" bei der Planung, finden Sie auf dieser Seite. Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns.

  • Werden durch die Trogplanungen Haus- und Hofeinfahrten versperrt?
    Nein. Durch die Verlagerung beider Stationen um 25 Meter nach Norden, werden keine Einfahrten zu Anwesen entlang der Eckenheimer Landstraße versperrt. An der Musterschule liegt die Station in einem Bereich, in dem keine Einfahrten liegen. An der Glauburgstraße bleibt durch die größere Breite die Möglichkeit, die zurückliegenden Anwesen durch Anlieger- und Anlieferstraßen hinter den Bahnsteigbereichen und den Geh- und Radwegen zu erreichen.
    Für die im Bereich der Stationen liegenden Seitenstraßen werden die Bahnsteige in einem Bereich unterbrochen, der zwischen den Türen der zukünftig einzusetzenden Wagen der Typen U4 und U5 liegt. Diese Unterbrechung kann auch zur Querung der Eckenheimer Landstraße genutzt werden, damit die Wege um die Station herum nicht als zu lang empfunden werden.
  • Sind die Stationen und damit die U-Bahnwagen in Zukunft vollständig barrierefrei erreichbar?
    Ja. Alle Bereiche der Stationen sind über Rampen erreichbar, die höchstens die für barrierefreien Zugang zugelassene Neigung von 6% haben, meist weniger. Bei längeren Rampen sind waagerechte Zwischenpodeste zum Ausruhen eingeplant. Durch die Überhöhung der neuen Stationen um 80 cm über Schienenoberkante (entspricht dem Straßenniveau) konnen die U-Bahnwagen der Typen U4 und U5 mit Ihrer Einstiegshöhe von 87 cm barrierefrei erreicht werden.
  • Ist genug Platz für die wartenden Fahrgäste?
    Ja. Die Bahnsteigbereiche der Trogstationen sind deutlich breiter als die vom Magistrat früher geplanten Mittelbahnsteige.
    An der Musterschule sind gegenüber einem Mittelhochbahnsteig mit 4 m Breite in beiden Fahrtrichtungen Bahnsteigbereiche von jeweils 2 m geplant. Allerdings sind diese Bereiche für die Fahrgäste im Gegensatz zum Mittelbahnsteig nicht zum Warten gedacht, sondern dienen in erster Linie dem Fahrgastwechsel. Als Wartebereich dient wie heute an dieser Station der breite, dann höhergelegte Bürgersteig entlang der Häuser. Eine Ampelschaltung für Radfahrer kann den ungehinderten Zugang vom Gehweg zum Bahnsteigbereich bei einfahrenden Bahnen sicherstellen.
    An der Glauburgstraße sind statt insgesamt 3,50 m Mittelbahnsteig pro Fahrtrichtung 3 bis 4 m breite Bahnsteigbereiche am Trogrand möglich. Hier dienen die Bahnsteige auch direkt zum Warten.
  • Bleibt genügend Platz für den Individualverkehr?
    Ja. In beiden Fahrtrichtungen stehen für den Autoverkehr jeweils 3,40 m zur Verfügung. Zusätzlich ist pro Seite ein 40 cm breiter Streifen mit einer Bordsteinerhöhung als Abstandshalter zu den Bahnsteigen eingerechnet. Bei der alten Mittelbahnsteigplanung des Magistrats waren demgegenüber teilweise nur 3,05 m für den Autoverkehr geplant.
    Für die Fahrradwege ist eine Mindestbreite von 1,50 m vorgesehen. Alle Fahrradwege befinden sich abseits der Schienen, wodurch die Sturzgefahr durch in die Schienen geratende Reifen ausgeschlossen werden kann.
    Die Fußwege sind bis auf eine Engstelle am Anbau der Musterschule mit 1,80 m Breite auf mindestens 2,50 m Breite berechnet.
  • Müssen für den Bau der Trogstationen Bäume gefällt werden?
    Nein. Alle bestehenden Bäume an den zukünftigen Standorten der Stationen sind in den Plänen berücksichtigt und können erhalten bleiben. Es ist auch eine weitergehende Begrünung der neuen Stationen möglich.
  • Besteht bei den Trögen nicht erhöhte Absturzgefahr?
    Nein. Die Absturzgefahr an den Trögen ist nicht höher als an anderen Bahnsteigen. Durch die gegenüber der Mittelbahnsteigsplanung vergrößerte Breite und die Möglichkeit, an der Musterschule im Gehwegbereich zu warten, kommt es im Vergleich zu heute zu keiner erhöhten Enge auf den Bahnsteigen. Auch die Radwege mit einem Abstand von mindestens zwei Metern zur Bahnsteigkante liegen genauso weit von einer Absturzmöglichkeit entfernt wie andere Radwege, z. B. am Mainufer entlang. Zudem ist eine Abgrenzung zum Bahnsteigbereicht durch dem Stil der Eckenheimer Landstraße angepasste Poller möglich.
  • Können Einsatzfahrzeuge alle Bereiche um die Stationen erreichen?
    Ja. An der Glauburgstraße können Einsatzfahrzeuge über die genügend breiten Geh- und Radwege und die Anliegerstraßen alle Häuser im Haltestellenbereich anfahren. Die Rampen an den Enden der Station Musterschule sind ebenfalls breit genug, um mit Rettungsfahrzeugen im Einsatz die erhöhten Stationsbereiche zu befahren. Durch die Unterbrechung der Bahnsteige ist außerdem eine Einfahrt von Einsatzfahrzeugen in die Seitenstraßen möglich.
  • Ist bei den Seitenstraßen, die für den Autoverkehr an einem Ende geschlossen werden, überhaupt Fahren im Gegenverkehr möglich?
    Ja. Die Rappstraße und beide Seiten der Schwarzburgstraße sind bis zur nächsten Einmündung sehr kurz, sodass man auf Sicht im Wechsel fahren kann. Am Oberweg gibt es in der Mitte eine Stelle, die sich gut als Ausweiche eignet. Eventuell wird bei einigen Querstraßen die Einbahnrichtung geändert.
  • Bekomme ich als Anwohner eine 40 cm Stufe vor meine Haustür?
    Nein. An der Glauburgstraße ist die Trogstation von den Häusern weit genug entfernt, um vor den Eingängen keine Höhenänderung bei den Gehwegen vornehmen zu müssen. An der Musterschule ist die Station so platziert, dass nur Eingänge betroffen sind, bei denen im Moment mehrere Treppen nach oben führen. Von diesen Treppen fallen zukünftig einfach zwei Stufen weg. Für einen einzigen Eingang muss der Gehweg hinter dem Bahnsteigbereich über Rampen um 20 cm abgesenkt werden, um auf eine Ebene mit der Haustür zu kommen.
  • Müssen die U-Bahnfahrer wegen der geteilten Bahnsteige auf den Punkt genau halten?
    Nein. Der Abstand zwischen den Türen an der Kupplung zweier Wagen beträgt etwa 8 Meter. Durch die Bahnsteiglücke von etwa 5 Metern bleibt also ein Haltebereich von ca. 3 Metern, in dem der Fahrer die Bahn zum Stehen bringen muss. Einen ähnlichen Anhaltebereich dürfte es beim Einsatz von 4-Wagen-Zügen des Typs U4 auch im A-Tunnel geben. Auch hier muss sehr genau gehalten werden, dass die Züge in die Stationen passen. (Ausnahme ist die Station Miquel-Adickesallee, wo selbst mit exaktem Anhalten die letzte Tür des letzten Wagens geschlossen bleiben muss.) Auch war bei der ursprünglichen Hochbahnsteigplanung des Magistrats mit einem 74 Meter langen Bahnsteig für 3-Wagen-Züge nur unwesentlich mehr Platz berechnet worden.
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