Presseschau

Frankfurter Allgemeine Zeitung

30. Oktober 2008, Seite 46


Ausschuss lässt Konzept prüfen

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Erster Erfolg für Initiative „Rettet die U 5“

Der Vorschlag der Initiative „Rettet die U 5“ soll jetzt von der Verwaltung auf seine Machbarkeit geprüft werden. Das hat der Verkehrsausschuss beschlossen. Wie berichtet, hatte die Initiative ein Konzept erarbeitet, das vorsieht, an den Stationen „Musterschule“ und „Glauburgstraße“ die Fahrbahn und die Gleise um 40 Zentimeter tiefer zu legen und gleichzeitig den Bürgersteig um 40 Zentimeter anzuheben. Dies würde es etwa Rollstuhlfahrern ermöglichen, barrierefrei in die U-Bahn zu kommen.

Die Eckenheimer Landstraße ist in ihrem unteren Teil so eng, dass es äußerst schwierig ist, dort barrierefreie Stationen zu bauen. Überlegt wurde lange die Errichtung von Hochbahnsteigen. Schließlich einigte sich die Koalition von CDU und Grünen darauf, die U-Bahn durch eine Straßenbahn mit Niederflurwagen zu ersetzen. Dafür müsste aber nicht nur eigens ein Bahnsteig an der U-Bahn-Station Konstablerwache für den Straßenbahnverkehr umgebaut werden. Die bisherige Linie der U 5 von Preungesheim zum Hauptbahnhof würde bei dieser Lösung schon an der Konstablerwache enden. Die Fahrgäste, die zum Römer, zum Willy-Brandt-Platz oder Hauptbahnhof weiterfahren wollen, müssten also umsteigen.

Wenn der Plan der Initiative zu verwirklichen sei, wäre er „das Ei des Kolumbus“, lobt SPD-Fraktionschef Klaus Oesterling deren Arbeit. Annette Rinn (FDP), die Vorsitzende des Verkehrsausschusses, sprach von einer „genialen Idee“. Ob der Plan realisiert wird, hängt davon ab, ob er technisch zu verwirklichen ist, ob keine überdimensionalen Kosten entstehen und ob CDU, Grüne und vor allem Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Die Grünen) Gefallen an ihm finden. rieb.

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